Unter der Schirmherrschaft von Günther Jauch
Ausgezeichnete Preisträger
In Zeiten zunehmender Standardisierung zeichnet der Cornelsen Stiftungspreis Zukunft Schule Lern- und Unterrichtsformen aus, die neben den kognitiven auch die sozialen und kreativen Bildungsmöglichkeiten der Schule ausschöpfen. Fünf außergewöhnliche Unterrichtsprojekte erhielten in einer feierlichen Preisverleihung den mit insgesamt 18.000 Euro dotierten Förderpreis. Die Jury vergab gleich zwei Mal den ersten Preis. Die Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eine breite Vielfalt offener Lernformen. Neben den curricularen Vorgaben öffneten sie Unterricht für andere Fächer, andere Lernorte sowie ein gemeinsames Lernen mit Schülern anderer Altersstufen oder Menschen mit Behinderungen.
Einen 1. Preis erhielt Friedrich Dörffler, Lehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Pulheim. Im ausgezeichneten Projekt näherten sich Abiturienten in großformatigen Tonskulpturen Opfern des Nationalsozialismus und gestalteten eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit Historikern der Gedenkstätte Brauweiler. Ein weiterer 1. Preis ging an das Pädagoginnenteam Birgit Herzog und Daniela Olschewski aus Leipzig. Die Preisträgerinnen unterrichten Kinder einer Grundschule und einer Förderschule für geistig Behinderte gemeinsam und entwickelten ein weit reichendes Unterrichtskonzept zur Umsetzung von Inklusion. Mit dem 3. Preis wurde die Lehrerin Svenja Haß an der Freiherr-vom-Stein-Schule in Neumünster ausgezeichnet. Ihre Schülerinnen und Schüler entwickelten ein Planspiel zur Globalisierung in der Textilindustrie und gründeten ein Modelabel nach Kriterien der Nachhaltigkeit.
Mit zwei Sonderpreisen wurden Nachwuchskräfte gefördert. Die Referendarin Miriam Siedler wurde für ihr Unterrichtskonzept zur Sensibilisierung von Schülern für Menschen mit Sehbehinderung ausgezeichnet, das sie an der Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim durchführte. Die Studentinnen Jana Autor und Miriam Mack erhielten einen Stiftungspreis für ihre dramapädagogischen Methoden, mit denen sie an der St. Georg Mittelschule in Augsburg Migrantenkinder einer Übergangsklasse und Schüler aus Regelklassen zusammenführten.

