Unter der Schirmherrschaft von Günther Jauch
Aufgabenstellung 2011
Die Unterrichtspraxis wird in den letzten Jahren verstärkt durch Formen der Standardisierung und der vergleichenden Leistungsüberprüfung beeinflusst (KMK-Bildungsstandards, landesweite Lernstandserhebungen, zentrale Abschlussprüfungen). Sie sollen die fachlichen Leistungen der Schüler verbessern und ihr Kompetenzniveau erhöhen. Doch zugleich verbindet sich damit auch die Gefahr, dass sich das Lernen zunehmend auf die Hauptfächer konzentriert und als Prüfungsvorbereitung betrieben wird. In dieser Situation wollen wir Lern- und Unterrichtsformen stärken, die nicht nur den nächsten Test in den Blick nehmen - die neben kognitiven auch die sozialen und kreativen Bildungsmöglichkeiten der Schule ausschöpfen.
Gesucht werden Unterrichtsversuche und Projektdokumentationen, in denen offene Lernformen kreativ eingesetzt werden, um ungewöhnliche Themen zu bearbeiten. Die Effekte der angestrebten Lern- und Unterrichtsformen sollen evaluiert werden. Aufgrund der Stiftungsvorgaben wird eine Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen (Hochschulen, Landesinstituten, Studienseminaren etc.) vorausgesetzt.
Kein Gegensatz: Bildungsstandards und Freiräume
Interview mit Prof. Dr. em. Hilbert Meyer
"Gemeinsames und individuelles Lernen dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden", erklärt Prof. Dr. em. Hilbert Meyer. „Sie gehören zusammen und müssen ausbalanciert werden.“

